Geschichte



1884:
Bürgermeister Franz Heinzl wollte eine Feuerwehrspritze ankaufen. Dies wurde jedoch vom Gemeindeausschuss abgelehnt.

1885:
Das Anwesen von Herrn Franz Zuser in Rammersdorf wurde ein Raub der Flammen. Erst hier wurde die Notwendigkeit einer Feuerwehr klar.

28. August 1885:
Der Ankauf einer Feuerwehrspritze wird beschlossen. Diese wurde dann am 8. November mit 100 Meter Druckschlauch geliefert.

Orginalstatuten
08. November 1885:
Die Einrichtung einer Feuerwehr wird beschlossen. Die Statuten werden beraten und genehmigt (diese sind heute noch im Original erhalten).

15. November 1885:
28 Mitglieder erscheinen zur ersten konstituierenden Versammlung unserer Feuerwehr. Als erster Hauptmann wird Bürgermeister Franz Heinzl gewählt.

Ältestes Foto unserer FF (genaues Datum unbekannt)

21. Mai 1886:
Erhalt der bestätigten Vereinsstatuten von der K.u.K. Statthalterei Niederösterreich.

1888
Unser erstes Feuerwehrhaus wurde errichtet. Dabei handelte es sich um ein Requisiten-Depot in Holzbauweise (heute Hauptstraße 1).


Hydrophor von 1892
1892:
Der erste Hydrophor wurde in Dienst gestellt. Ein Hydrophor war eine Pumpe, die im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert von den Feuerwehren als Feuerlöschpumpe eingesetzt wurde. Betrieben wurde die Pumpe manuell mit mindestens 4 Mann.

1902:
Ein Großbrand in St. Margarethen bricht aus, es brennen gleichzeitig 7 Häuser.

1903:
In diesem Jahr wurden bei unserer Feuerwehr die Dienststreifen eingeführt
Dienststreifen in der K.u.K. Zeit

1904:
Ankauf eines zweiten, großen Hydrophor mit dem zweistrahliges Spritzen möglich war. (Der Hydrophor wurde leider 1956 verschrottet.)

1910:
Antrag bei Bränden zur Alarmierung in der Gemeinde die Kirchenglocke läuten zu lassen.

1921:
Austausch des alten Mannschaftswagens gegen einen neuen Leichteren.

1925:
Baubeginn des neuen Feuerwehr-Requisiten-Depots. (Am heutigen Standort)

1927:
Weihung des Gerätehauses Unterradl. Weiters wurde der 1892 angekaufte kleine Hydrophor nach Unterradl abgestellt.


Motorpumpe Gr. B48
1929:
Ankauf der Motorpumpe Gr. B 48 von Rosenbauer mit einem Zweizylinder Boxermotor mit einer Leistung von 20 PS und einem Gewicht von 145 kg. Die Dauerleistung betrug 600 Liter bei 8 Bar und einem Höchstdruck von 20 Bar.

Weiters kam es 1929 zur Gründung einer Sanitätsabteilung in unserer Feuerwehr.

1945:
Im letzten Kriegsjahr wurde die Sierningbrücke gesprengt, wobei das Gerätehaus stark beschädigt und geplündert wurde. Unter anderem wurden auch 25 Mäntel gestohlen. Die Motorpumpe Gr. B48 wurde rechzeitig in Sicherheit gebracht.

1946:
Bei einem Brandeinsatz in Türnau wurde die Motorpumpe Gr. B48 beschädigt. Als Ersatz wurde eine Motorspritze aus Ober - Grafendorf ausgeliehen, welche im Jahr 1949 wieder zurückgegeben werden musste. Da Rosenbauer den Schaden an der Gr. B48 nicht beheben konnte, führten die Reparatur unsere Kameraden selbst durch. Nach der Reparatur wurde die Gr. B48 im Jahr 1950 an die FF Unterradl abgestellt, wo diese bis 1958 im Einsatz war.

1950:
Danach wurde eine neue Motorpumpe RW 80 um 11000 Schilling angekauft. Die neue Pumpe besaß einen Zweitaktmotor mit einer Leistung von 30 PS und war mit 130kg leichter als ihr Vorgänger. Die Fördermenge betrug 800 Liter pro Minute bei 8 Bar. Die Motorspritze war bis 1958 bei der Freiwilligen Feuerwehr in St. Margarethen im Einsatz und wurde 1958 nach Unterradl abgestellt. Heute ist die TS im sehr gutem Zustand erhalten und im Schauraum ausgestellt. Auch die gestohlene Ausrüstung wurde bis 1950 wieder nachgerüstet.

Motorpumpe RW 80


Feuerwehrfahne
1952
Ankauf der Feuerwehrfahne. Diese kostete 5600 Schilling und wurde bei einer Spendensammlung der Bevölkerung der Gemeinde St. Margarethen zur Gänze gedeckt. Fahnenpatin ist Frau Johanna Trischler aus Kainratsdorf.

1953:
Ankauf eines gebrauchten Opel Blitz um 10.000 Schilling von der Molkerei Herzogenburg, welcher zu Feuerwehrzwecken umgebaut wurde und 1955 in Dienst gestellt wurde. Der Aufbau war offen. Nach Ausscheiden aus dem Feuerwehrdienst im Jahr 1970 wurde das Fahrzeug verschrottet. Weiters wurden in diesem Jahr Silberhelme aufgrund einer Vorschriftsänderung angekauft.

1955:
Ankauf einer FS 4D Sirene für 5.900 Schilling. Der Gesamte Betrag wurde bei einer Haussammlung aufgebracht. Die Sirene wurde am Dach des Gasthauses Schmidl montiert.

1957:
Im August konnte der neue gummibereifte Feuerwehrmannschaftswagen der Feuerwehr Unterradl übergeben werden.

Mannschaftswagen


VW Gugg
1958:
Ankauf der Motorpumpe „Gugg“ mit VW Standmotor mit 4 Zylindern und 32 PS für 26500 Schilling. Sie wog 180kg. Die Förderleistung betrug 750 Liter pro Minute bei 8 Bar. Sie war bis 1989 im Feuerwehreinsatz und wurde dann an Herrn Tiefenbacher (Handlhof) zu Reinigungsarbeiten bei den Biogas Faultürmen und dem Güllelager verkauft. Herr Tiefenbacher entschloss sich im Jahr 2010 die nicht mehr benötigte Pumpe an die Feuerwehr als Schaustück zu geben.

21. Juli 1959:
Um 10 Uhr wurde mit der Sirene Hochwasseralarm gegeben. Bewohner und Feuerwehr begannen Hab und Gut, sowie Vieh in Sicherheit zu bringen. Kurze Zeit darauf war über St.Margarethen eine ein Meter hohe Wasserflut hereingebrochen, sodass sich viele Bewohner nur auf den Dachboden retten konnten. Bundesheer, Gendarmerie und Feuerwehr St.Pölten wurden alarmiert, jedoch hatte das Wasser seinen Höchststand erreicht, es war nichts zu machen, alle mussten zuschauen, wie das Wasser einen ungeheueren Schaden anrichtete. Die Aufräumarbeiten durch Feuerwehr und Bevölkerung dauerten 3 Tage.


Hochwasser

1970:
Ankauf unseres zweiten Feuerwehrautos. Dabei handelte es sich um ein TLF 1000 (Tanklöschfahrzeug). Als Fahrgestell wurde ein Opel Blitz mit 6 Zylinder Benzinmotor und 95 PS verwendet. Der Aufbau wurde von der Firma Rosenbauer gebaut und enthielt unter anderem eine Pumpe 65000 Kombi Hoch- und Niederdruck. Die Fahrzeugweihe fand am 14. Juni 1970 statt, die Fahrzeugpatin war Frau Martha Huber. Das Fahrzeug wurde 1996 an die Firma Robineau zu Reinigungszwecken verkauft.

1973:
Ankauf unseres dritten Feuerwehrautos, ein KLF (Kleinlöschfahrzeug) der Marke Ford Transit mit 4-Zylinder-V-Benzinmotor, 65 PS. Der Aufbau wurde ebenfalls wieder von der Firma Rosenbauer übernommen. Die Fahrzeugweihe wurde am 06.05.1973 veranstaltet. Fahrzeugpatin war Frau Christine Neuber. Das Fahrzeug wurde im Jahr 2000 an die FF Wilhelmsburg zu Übungszwecken übergeben und später von einem Sammler übernommen und fährt jetzt bei Oldtimerfahrten.

KLF

1976:
Ankauf der Schmutzwasserpumpe und der Tauchpumpe.

1981:
Anschluss an die Funkalarmierung.


LF
1989:
Ankauf unseres vierten Fahrzeuges, ein LF (Löschfahrzeug) der Marke Mercedes L711 D, mit einem 4 Zylinder Dieselmotor mit 115 PS. Der Aufbau wurde ebenfalls wieder von der Firma Rosenbauer übernommen. Die Fahrzeugsegnung fand am Florianisonntag am 07.05.1989 mit der Fahrzeugpatin Frau Anna Zuser aus Kainratsdorf statt.

Weiters wurde eine Tragkraftspritze FOX 1-1200 gekauft. Gebaut von der Firma Rosenbauer, ausgerüstet mit einem Zweizylinder Boxermotor von BMW bringt die Pumpe eine Leistung von 46 PS und kann 1200 Liter pro Minute bei 10 Bar fördern, bei einem Gewicht von 152kg.

1991:
Starke Unwetter mit Überschwemmung und Murenabgang.

Die Kommandoräume über der damaligen Post (jetzt Nah&Frisch) wurden ausgebaut. Es entstanden ein Sitzungsraum, ein Büro, sowie eine Kaffeeküche. Die Materialien wurden von der Gemeinde gesponsert und die Arbeiten von unseren Feuerwehrkameraden erledigt.

1992:
Baubeginn der neuen Feuerwehrgarage in St. Margarethen.

1994:
Im Jahr 1994 wurde mit einem Kran der Firma Trepka unsere Sirene vom Dach des Gasthauses Schmidl abgehoben, überholt, und auf den Schlauchturm des neuen Feuerwehrhauses mit dem Hubsteiger der FF St. Pölten aufgesetzt.


Sirenendemontage / -montage

1995:
Segnung der Garage mit Abschnittswettkämpfen und Abbruch der alten Garage.

1996:
Ankauf unseres fünften Fahrzeuges, ein RLFA 2000 / 200 (Rüst - Lösch - Fahrzeug) mit einem 2000 Liter Wasser- und einem 200 Liter Schaumtank. Betrieben wird es mit einem 6 Zylinder Dieselmotor mit 240 PS. Die Fahrzeugweihe fand am 28.07.1996 mit den Fahrzeugpatinnen Frau Martha Huber und Frau Herta Redlingshofer statt.

Weiters wurden für die gesamte Mannschaft neue Helme vom Typ „Heros“ angekauft und in unserer "Filiale" in Unterradl wurde eine eigene Sirene montiert.

RLFA 2000/200


Wappen der DVD Rasinja
1998:
Abschluss eines Partnervertrages mit der kroatischen DVD Rasinja, welche 1996 mit uns bei den Landesbewerben in St. Pölten antraten. DVD bedeutet übersetzt Freiwillige Feuerwehr.

2005:
Eine Woche vor den Landesbewerben veranstaltete unsere Feuerwehr die Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerbe. Knapp 100 Gruppen nahmen dran teil.

2009:
Nach 57 Jahren im Feuerwehrdienst zeigten sich erhebliche Gebrauchspuren an unserer Fahne. Daher entschloss sich 2009 das Kommando die Fahne restaurieren zu lassen.

Feuerwehrfahne nach der Restaurierung


MTF
2010:
Ankauf unseres sechsten Fahrzeuges, ein MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) vom Typ Opel Vivaro mit einem 4 Zylinder Dieselmotor mit 114 PS. Aufgrund der gestiegenen Mitgliederzahlen war diese Anschaffung dringend notwendig. Die Fahrzeugweihe fand am 16.04.2010 mit unserer Fahrzeugpatin Frau Regina Baumgartner aus Wieden statt.

2012:
Im Juni wird die Feuerwehrjugend St.Margarethen mit 6 Mitgliedern gegründet.
2013:
Um für die wachsende Anzahl der FJ-Mitglieder Platz zu schaffen, wurde die alte Kaffeeküche in einen Jugendraum mit moderner Ausrüstung umgebaut.

2014:
Auch 2014 standen Umbauarbeiten an. So wurde neben dem Jugendraum von unseren Archivaren ein Schauraum errichtet, welcher im Oktober feierlich eröffnet wurde.

Eröffnung des Schauraums


HLF 1
2015:
Ankauf unseres siebten Fahrzeuges, ein HLF 1 (Hilfeleistungsfahrzeug) vom Typ Mercedes Sprinter mit 190 PS. Die Fahrzeugweihe fand am 28.08.2015 mit unserer Fahrzeugpatin Frau Mayringer Renate aus St. Margarethen im Rahmen des Feuerwehrfestes, welches auch Bezirksjugendbewerbe und Abschnittsbewerbe beinhaltete, statt.